Wie nutzt du Businessplan-Vorlagen für deine Selbstständigkeit?

Ein Businessplan gehört zu den ersten Schritten auf dem Weg zur Gründung eines eigenen Unternehmens. Dieser Geschäftsplan ist sozusagen die Roadmap, die dir dabei hilft, auf dem Markt mit deiner Geschäftsidee erfolgreich zu sein. Ein Muster-Businessplan zeigt dir alle Punkte, auf die du beim Erstellen deines Geschäftsplans achten solltest – aber auch bei der Arbeit mit Vorlagen musst du viele Einzelheiten beachten. Antworten auf die häufigsten Fragen zum Businessplan findest du hier.

Warum sind Businessplan-Vorlagen so beliebt?

Das Thema beschäftigt viele Existenzgründer – und bei der Businessplan-Erstellung hilft eine Businessplan-Software. Kostenlose Businessplan-Vorlagen für Existenzgründer gibt es im Internet. Diese haben gerade für Start-ups viele hilfreiche Funktionen – nicht nur bei der Suche nach Geldgebern. Deshalb ist es kein Wunder, dass Businessplan-Vorlagen auf eine große Nachfrage von Gründern treffen, die mithilfe von Vorlagen ihren Plan erstellen möchten.

Eine Businessplan-Vorlage ersetzt jedoch nicht das individuelle Schreiben. Von einem Beispiel, das auf deine Branche zugeschnitten ist, kannst du dich aber durchaus inspirieren lassen. Es zeigt dir das Grundgerüst und die wesentlichen Inhalte deines Geschäftsplans.

Tools für das Schreiben und Businessplan-Vorlagen eignen sich nicht nur für Start-ups, sondern auch für bereits bestehende Unternehmen, die zum Beispiel einen Plan für ein bestimmtes Projekt benötigen. Ein Vorlagen-Businessplan eignet sich auch hierfür als effektives Tool, um sich über die Voraussetzungen und die Realisierbarkeit eines Vorhabens klar zu werden.

Wie findest du das passende Businessplan-Vorlage?

Das passende Businessplan-Vorlage orientiert sich an Eigenheiten der jeweiligen Branche. So gibt es Muster für Unternehmen im E-Commerce (wie Online-Shops), für Handwerker, Einzelhändler oder freie Berufe. Der Vorteil ist, dass für jede Branche wichtige Punkte aufgezählt sind, die beachtet werden müssen. Das sind zum Beispiel behördliche Auflagen, auf die man beim Schreiben des Plans unbedingt eingehen muss. Die Vorlagen enthalten auch wertvolle Tipps, wie du einen auf die Branche zugeschnittenen Finanzplan erstellst. Am besten gibst du das Stichwort „Businessplan-Vorlage“ zusammen mit deiner Branche oder dem gewünschten Dateiformat (wie PDF, Word oder Excel) bei der Suche ein.

Wofür brauchst du einen Businessplan?

Mit einem guten Businessplan hilfst du in erster Linie dir selbst. Du bist nämlich gezwungen, dich mit wichtigen Fragen deiner Selbstständigkeit auseinanderzusetzen. Erfolgreiche Gründer erstellen ihre Strategie nach bewährten Businessplan-Mustern. Ein bereits fertiger Plan wird von erfahrenen Existenzgründern als regelmäßige Vorlage für die Überprüfung ihres Unternehmens genutzt. So kannst du deinen eigenen Businessplan als Orientierung benutzen.

  • Banken erwarten in der Regel einen Businessplan, wenn du wegen der Finanzierung deiner Existenzgründung nach einem Kredit fragst. Die Entscheider bei den Banken verlangen von Gründern insbesondere einen detaillierten und in sich schlüssigen Finanzplan.
  • Eine fachkundige Stellungnahme, zum Beispiel von der IHK oder Handwerkskammer, ist die Voraussetzung für Fördergelder, die das Arbeitsamt oder Jobcenter für Gründungen zur Verfügung stellen. Diese Stellungnahme erfolgt auf der Grundlage eines Businessplans.

Aus der fachkundigen Stellungnahme muss hervorgehen, dass deine Gründung eine „tragfähige Grundlage“ hat. Sonst ist eine Förderung ausgeschlossen. Hier kommt es also in erster Linie darauf an, dass Gründer, die einen Gründungszuschuss oder Einstiegsgeld beantragen, mit ihrem Businessplan ein realistisches Konzept vorlegen. Aus einem solchen Plan geht hervor, dass sich der Gründer mit seiner Geschäftsidee eine dauerhafte Lebensgrundlage schaffen kann.

Was sind die wichtigsten Punkte bei der Erstellung des Businessplans?

Die einzelnen Punkte, die dein selbstständiges Vorhaben einzigartig machen, sollten auf jeden Fall enthalten sein. Damit zeigst du dem Leser, dass du dir bei der Planung deiner Selbstständigkeit eingehende Gedanken über jeden Punkt gemacht hast.

Profis achten bei ihrem Konzept vor allem auf Prägnanz. Wenn du dich dagegen sklavisch an eine Businessplan-Vorlage hältst und zu jedem in dieser Vorlage aufgeführten Punkt etwas schreibst, obwohl der betreffende Aspekt für dein konkretes Unternehmen völlig unwichtig ist, dann wirst du deine Leser bestenfalls langweilen. Ziel deines Businessplans soll es jedoch sein, vor allem Geldgeber von deinem Projekt zu überzeugen. Wenn es dir gelingt, eine klare Linie in deinen Geschäftsplan zu bringen, wirst du mit diesem erfolgreich sein. Manche Dokumente sind sogar so gut, dass diese für Businessplan-Wettbewerbe ausgewählt werden.

Eine SWOT-Analyse, ein Business-Model-Canvas und eine treffsichere Executive-Summary setzen i-Tüpfelchen auf einen überzeugenden Businessplan. Somit überzeugst du Entscheider von deiner Idee für die Existenzgründung und beweist dein Know-how.

Wie sieht die Gliederung eines Businessplans aus?

Die folgenden Punkte sollten in einem guten Businessplan nicht fehlen. Natürlich kannst du für deinen individuellen Plan noch zusätzliche Kapitel hinzufügen sowie einzelne Passagen länger oder kürzer gestalten.

  1. Executive-Summary – eine kurze, treffsichere Zusammenfassung des Inhalts
  2. Der Gründer oder das Team: Wer steckt hinter der Geschäftsidee?
  3. In welcher Gesellschaftsform tritt das Unternehmen auf den Markt? Wenn du als Gründer ein Einzelunternehmen betreibst, musst du hier nur wenig schreiben.
  4. Mit welchem Produkt oder welcher Dienstleistung möchtest du deine Kunden überzeugen?
  5. Marktanalyse: Wie sieht der Markt aus? In welcher Branche wirst du tätig? Mit welcher Marketingstrategie möchtest du deine Geschäftsidee realisieren? Mit welcher Strategie möchte dein Unternehmen Kunden gewinnen?
  6. Finanzplan: Hierzu gehört eine Liquiditätsplanung (für die ersten drei Jahre), eine Umsatzprognose und eine Planung der Finanzierung.
  7. SWOT-Analyse: Mit dieser Analyse zeigst du, wie sich das Unternehmen mit seinen individuellen Eigenschaften auf dem Markt behaupten kann. Hier fließen Aspekte aus den unter 2 bis 7 genannten Punkten ein.

Wie umfangreich muss ein Businessplan sein?

Wie viele Seiten hat ein Businessplan? Dies hängt in erster Linie davon ab, wie groß das Unternehmen wird. Wenn dein Geschäft einen lokalen Bezug hat (Friseur, Bäcker, Fahrschule oder Ähnliches) sind zehn Seiten ausreichend. Wenn du regional aktiv wirst und einen größeren Kreis von Kunden ansprichst, sollte dein Businessplan etwa 10–20 Seiten umfassen. Bei Projekten mit nationalem oder internationalem Bezug können am Ende auch gute Pläne mit bis zu 50 Seiten herauskommen.

Was musst du bei der Verwendung von Mustern beachten?

Klar: Kostenlose Businessplan-Muster können Gründern viel Schreibarbeit ersparen. Insbesondere für die Finanzierung erweisen sich Muster für Excel oder andere Kalkulationsprogramme als hilfreich. Wer allerdings blind auf kostenlose Vorlagen für den eigenen Businessplan vertraut, wird bei Banken kaum Erfolg haben oder eine positive fachkundige Stellungnahme erhalten. Wenn du dich im E-Commerce selbstständig machen möchtest, solltest du zum Beispiel erklären, was dein Alleinstellungsmerkmal auf diesem Markt mit großer Konkurrenz ist. Welche Geschäftsidee unterscheidet dein Unternehmen von anderen? Individualität ist also Trumpf – auch dann, wenn du Businessplan-Vorlagen verwendest.

In welchem Format sollte der Businessplan vorliegen?

Vorlagen für das Erstellen eines Businessplans gibt es in den verschiedensten Formaten, zum Beispiel

  • Businessplan-Muster als PDF,
  • als Word-Dateien zum Bearbeiten,
  • als Tools, die online zur Verfügung stehen
  • und schließlich Businessplan-Muster auf Papier, zum Beispiel als Teil von Broschüren oder Start-up-Literatur.

Aber in welcher Form sollte dein fertiger Businessplan vorliegen? Erstelle von ihm möglichst mehrere Ausfertigungen, zum Beispiel in Word, als PDF und als Ausdruck auf Papier. Vor allem Letzteres ist wichtig. Denn bei einem Kreditgespräch in der Bank macht es einen guten Eindruck, wenn du dem Entscheider etwas in die Hand gibst. Oft fallen Fehler oder Gestaltungsdefizite auf einem Ausdruck eher auf als auf dem Bildschirm.

Wie hilft dir eine Vorlage für den Finanzplan?

Ein Finanzplan lässt sich am besten mit einer Excel-Vorlage erstellen. Wer die Grundzüge von Excel und die vier Grundrechenarten beherrscht (Addieren, Subtrahieren, Multiplizieren und Dividieren), hat alles zur Hand, was er für die Erstellung eines Finanzplans benötigt. Für die äußere Form und genauen Inhalte eines Finanzierungsplans kannst du auf Muster, Vorlagen und Tools zurückgreifen. Diese Programme führen dich Schritt für Schritt durch die Arbeit an deinem Finanzplan.

Welche formalen Aspekte solltest du beachten?

Wichtig ist es, in dem Businessplan nicht zu sehr ins Detail zu gehen. Viele Start-ups machen den Fehler, bereits dort eine Vielzahl von einzigartigen Ideen ganz genau darzulegen. Das ist allerdings nicht der Sinn eines Businessplans.

  • Benutze möglichst wenige Fachausdrücke und erkläre diese, wenn sie sich nicht vermeiden lassen.
  • Achte auf die Rechtschreibung. Es wirkt unprofessionell, wenn ein Businessplan Fehler enthält.
  • Achte auf eine klare und verständliche Gliederung.
  • Fasse am Anfang das Wichtigste in einer Executive-Summary zusammen. Dieser Teil ist besonders wichtig, weil die meisten Entscheider nur wenig Zeit haben.

Welche zusätzlichen Tipps helfen dir weiter?

Ein Muster-Businessplan dient nur als Anregung. Denke daran: Jede Geschäftsidee und jede Existenzgründung ist ein einmaliges, individuelles Unternehmen. Mach dies auch in deinem Businessplan deutlich.

  • Benutze Businessplan-Vorlagen, um die wichtigsten Punkte nicht zu vergessen.
  • Erstelle anhand diese Businessplan-Vorlage aber ein einzigartiges Schreiben, das dich und dein Projekt unverkennbar macht.
  • Arbeite mit vielen Beispielen und nutze Grafiken (die man hervorragend mit Excel erstellen kann), um die Darstellung aufzulockern.

Fazit

Eine Geschäftsidee allein macht ein Unternehmen noch nicht erfolgreich. Mit einem Businessplan beweist du, dass du dir über den Markt, die Finanzierung und das Gewinnen von Kunden Gedanken gemacht hast. Businessplan-Vorlagen erleichtern dir die Entscheidung für eine bestimmte Gliederung. Aber du bist beim Schreiben deines Businessplans nicht an strenge Vorgaben gebunden. Du musst dir beim Erstellen vor allem Gedanken darum machen, was der Leser von dir und deiner Existenzgründung wissen möchte. Wenn er diese Informationen in deinem Businessplan findet, hast du alles richtig gemacht.

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