Brauchst du eine Unfallversicherung für Selbstständige?

Niemand kann verhindern, im Laufe des Lebens einen Unfall zu erleiden. Eine falsche Bewegung im Haushalt oder beim Sport kann dafür sorgen, dass du für Wochen oder Monate nicht mehr wie gewohnt arbeiten kannst. Auch wenn sich niemand gerne mit schweren Verletzungen bis zur Invalidität auseinandersetzt, ist dieses Risiko ernst zu nehmen. Dies gilt umso mehr für Selbstständige und Freiberufler, die möglicherweise nach einem Unfall nicht mehr arbeiten können. Wir klären alle potentiellen Fragen zum Thema Unfallversicherung.

Gibt es für die gesetzliche Unfallversicherung eine Versicherungspflicht?

Für viele Selbstständige und Freiberufler gibt es eine Versicherungspflicht. Dies gilt für alle Berufe, die im Rahmen einer Berufsgenossenschaft geregelt sind, beispielsweise bei Ärzten und Notaren. Sobald du dich selbstständig machst, kontaktierst du deine Berufsgenossenschaft und schilderst deine Situation. So erfährst du, ob eine verpflichtende Absicherung notwendig wird. Welche Kosten die Versicherung mit sich bringt, hängt von der jeweiligen Berufsgenossenschaft ab.

Was genau sichert die Unfallversicherung ab?

Durch die Deutsche-Gesetzliche-Unfallversicherung werden Unfälle und ihre Folgen abgesichert, die sich während der Arbeitszeit sowie auf den Wegen von und zum Arbeitsplatz ereignen. Für Angestellte ist dieser Unfallschutz verpflichtend, bei Selbstständigen und Freiberuflern kann die Pflicht wie oben beschrieben entstehen. Die Versicherung umfasst verschiedene Leistungsbereiche nach deinem Unfall, beispielsweise:

  • Verletztengeld zum Ausgleich des Einkommensausfalls
  • Pflegegeld bei temporärem oder dauerhaftem Pflegebedarf
  • temporäre oder dauerhafte Rentenzahlung
  • Kostenübernahme für eine Vielzahl von Heilbehandlungen
  • Leistungen für Hinterbliebene

Wann und in welchem Umfang Leistungen gewährt werden, unterliegt stets einer individuellen Prüfung. Nach dem Unfall wird ein ärztliches Gutachten erstellt, auf dessen Basis die Höhe der Leistungen festgelegt wird. Bei schweren Krankheiten und Begleiterscheinungen erfolgt im Regelfall keine Leistung, sofern diese nicht eindeutig als Folge eines Unfalls auszumachen sind.

Vorteile einer privaten Unfallversicherung

Mit der gesetzlichen Unfallversicherung bietet Vater Staat einen entsprechenden Versicherungsschutz. Allerdings werden beim gesetzlichen Unfallschutz nur Leistungen gewährt, wenn der Unfall während der Ausübung der Berufstätigkeit eingetreten ist. Eine private Unfallversicherung ist daher eine sinnvolle Ergänzung. Sie garantiert dem Geschädigten in jeder Lebenslage eine monatliche Rente oder einmalige Ausgleichszahlungen.

Die private Unfallversicherung – eine lohnenswerte Alternative für dich?

Damit die Unfallversicherung Versicherte auch dann schützt, wenn sich ein schwerer Unfall außerhalb der Arbeit ereignet, ist die private Absicherung eine sinnvolle Ergänzung. Wie die Erfahrung zeigt, passieren Unfälle sehr häufig im Privatleben, beispielsweise auf Urlaubsreisen, beim Sport, auf Wanderungen oder im Haushalt. In so einem Fall ist kein Schutz durch den Gesetzgeber gegeben. Sämtliche Unfallfolgen sind aus eigener Tasche zu finanzieren. Gerade bei einer schweren körperlichen Beeinträchtigung mit Reha-Maßnahmen, oder durch bleibende Schäden beziehungsweise Invalidität, kann dies weitreichende, nicht nur finanzielle Folgen haben. Schlimmstenfalls wirst du deine selbstständige oder freiberufliche Tätigkeit nicht mehr wie zuvor ausführen können.

Es lohnt sich deshalb, einen Blick auf private Versicherer zu werfen und in einem Vergleich den besten Partner für den individuellen Unfallschutz zu ermitteln. Durch eine solche Unfallversicherung sind alle finanziellen Folgen von Unfällen abgedeckt. Nach dem Unfall ist lediglich zu klären, ob Leistungen über den Gesetzgeber oder die private Unfallversicherung abzuwickeln sind. Je nach Versicherungsvertrag können Versicherte von beiden Seiten Leistungen beanspruchen.

Besonderheiten bei der privaten Absicherung

Während die gesetzliche Versicherung mit den gleichen Maßstäben in Kosten und Leistungsfällen arbeitet, bietet ein privater Tarif viele Freiheiten bei der Vertragsgestaltung. Wähle beispielsweise frei, wie hoch das Krankenhaus-Tagegeld ausfallen soll oder bestimme die Leistungshöhe der sogenannten Gliedertaxe. Bei dieser zahlt die Versicherung einen pauschalen Betrag im Falle einer Invalidität aus, zum Beispiel beim Verlust eines Armes. Hier wird eine vereinbarte Versicherungssumme festgelegt und auf deren Basis die einzelnen Leistungen der Gliedertaxe in Prozent ermittelt. Welchen Betrag du hier als einen angemessenen finanziellen Ausgleich empfindest, entscheidest du allein.

Die Unfallversicherung privat abzuschließen, gibt dir außerdem die Möglichkeit, deine ganze Familie umfassend abzusichern. So kannst du je nach Tarif und Versicherer verschiedene Personen in den Vertrag einschließen. Außerdem kannst du Leistungen für Hinterbliebene frei gestalten. Bei der Versicherungssuche solltest du dir Zeit lassen, um alle Vorteile abzuwägen und den für dich besten Versicherungsschutz zu bestimmen.

Leistung und Beiträge schwanken – eine fundierte Beratung hilft!

Auch wenn du seitens des Gesetzgebers von einer Unfallversicherung profitierst – ein ergänzender Schutz ist empfehlenswert und für wenig Geld zu haben. Unabhängige Beratung für die ideale Versicherung bieten dir die Verbraucherzentralen in Deutschland. Ansonsten kannst du natürlich direkten Kontakt zu den einzelnen Versicherern aufnehmen und hier Informationen zum jeweiligen Tarif der Gesellschaft einholen. Wenn du durch deine selbstständige Tätigkeit Mitglied einer Berufsgenossenschaft bist, erhältst du auch hier Einblicke in das Thema Unfallversicherung. Die individuelle Absicherung ist oft günstiger als zunächst gedacht und gibt nicht nur Selbstständigen eine zusätzliche Sicherheit.

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