Geschäftskonto-Vergleich – wie finde ich das richtige Firmenkonto?

Für alle Selbstständigen ist ein Geschäftskonto empfehlenswert, das speziell auf die Bedürfnisse der Selbstständigkeit zugeschnitten sind. Es gibt jedoch große Unterschiede, vor allem bei Leistungsumfang und Kosten. Worauf musst du achten, wenn du Geschäftskonten miteinander vergleichen möchtest?

Kriterien bei der Wahl des Geschäftskontos

Stand 2017 waren über 1.800 Banken im Land aktiv. Du siehst also, du hast eine große Auswahl an Kreditinstituten, wenn du nach einem passenden Geschäftskonto suchst.

Zunächst solltest du dir klar werden, welche Leistungen deine Bank erfüllen muss. Anhand dieser kannst du dann bereits einige Angebote streichen. Mit den übriggebliebenen Banken kannst du dich dann näher beschäftigen und durch einen Geschäftskonto-Vergleich die konkreten Angebote genau beurteilen. Online findest du viele Seiten, auf denen ein Vergleich aufgelistet ist. Einige Fragen, die sich bei der Suche stellen, sind zum Beispiel:

  • Benötige ich eine Filiale oder reicht mit Onlinebanking?
  • Fallen Kosten für Überweisungen an?
  • Brauche ich eine Kreditkarte? Falls ja – nur für mich oder auch für Mitarbeiter*innen/Partner?
  • Was kostet die Kreditkarte?
  • Hebe ich oft Bargeld ab? Wie sind die Kosten?
  • Sollen weitere Personen Zugriff auf das Firmenkonto haben?
  • Wo ist das Abheben von Bargeld kostenlos?
  • Welche Banking-Möglichkeit benötige ich? Online, Telefon, per App?

Nichts jedes Geschäftskonto passt zu jeder Rechtsform

Viele Banken haben speziell für Unternehmer angepasste Firmenkonten im Angebot. Es gibt jedoch oftmals Unterschiede bei den Rechtsformen. Nicht jedes Konto kann in Kombination mit allen Gesellschaftsformen genutzt werden. Einige Banken bieten zum Beispiel Konten speziell für Einzelunternehmer oder ein Konto für Freiberufler. Andere Angebote sind hingegen nur für GmbHs ausgelegt oder Freiberufler werden explizit ausgeschlossen.

Wie eröffne ich ein Geschäftskonto?

In der Filiale

In der Regel bieten Banken speziell auf Unternehmer zugeschnittene Angebote an. Somit kannst du als Selbstständiger davon Gebrauch machen und ein für deine Firma konzipiertes Konto eröffnen. Natürlich verlangen die Banken einen Nachweis darüber, dass du tatsächlich selbstständig tätig bist. Wenn du als Kaufmann im Handelsregister eingetragen bist, dann ist zum Beispiel deine Handelsregisternummer ein ausreichender Beleg. Ein Konto eröffnest du generell immer persönlich. Wenn du dich für eine Bank entschieden hast, suche dann eine Filiale in deiner Nähe auf, und nimm direkt Kontakt mit einem der Berater auf. Diese werden dir etwaige Bank-spezifische Fragen beantworten, dich über weitere Besonderheiten aufklären oder dir erklären, wie das Internet-Banking funktioniert.

Online mit VideoIdent

Eine andere Variante ist die Kontoeröffnung via Videochat. Mehrere Banken bieten diesen Service auch in Deutschland an. Hier solltest du dich genauestens vorher informieren, welche Dokumente du benötigst. Oftmals kommen hier externe Dienstleister zum Einsatz, bei denen du deine Identität via SMS und TAN bestätigen musst. Auch ein aktuell gültiger Ausweis ist notwendig. Darüber hinaus benötigst du auch eine Webcam, damit die Bankmitarbeiter deine Daten am Bildschirm sehen können. So ist es dann möglich, ein Konto zu eröffnen, ohne eine Bankfiliale besuchen zu müssen.

Wie lange dauert die Kontoeröffnung?

Vergleiche, wie lang die Kontoeröffnung in Anspruch nimmt:

  • Bei herkömmlichen Banken kann die Kontoeröffnung mehre Tage dauern
  • Bei modernen Online-Geschäftskonten nur wenige Minuten.
  • Der Versand der Zahlungskarte dauert meist einige Werktage.

Filiale oder Online-Bank?

Hast du ein Ladengeschäft und hast viel mit Bargeld zu tun, dann solltest du eine Bank in unmittelbarer Nähe auswählen. Dies macht es leichter, Einnahmen einzuzahlen, Bargeld zu wechseln oder andere Dienstleistungen in Anspruch zu nehmen.

Online-Banken sind kostengünstiger

Die meisten Selbstständigen kommen jedoch mit Onlinebanking und einem mobilen Konto gut klar. Ein reines Online-Geschäftskonto hat einen entscheidenden Vorteil: Die Kosten sind deutlich niedriger als bei einer klassischen Bank.

Kostenloses Geschäftskonto – Achtung, versteckte Kosten

Vielleicht hast du in einem Geschäftskonto-Vergleich über ein kostenloses Geschäftskonto gelesen. Oft sind diese Angebote  an bestimmte Bedingungen geknüpft oder gelten nur für die essenziellen Dienstleistungen.

Oft fallen Extra-Gebühren an für:

  • Buchungen
  • Zahlungskarten
  • Zusätzliche Nutzer

Vergleiche also die Geschäftskonto-Kosten und rechne dir selbst aus, mit welchem Angebot du am günstigsten fährst. Ein günstiges Geschäftskonto bietet dir oft bessere Leistungen.

Welche Kreditkarte oder Debitkarte ist enthalten?

Bei einem Geschäftskonto-Vergleich solltest du auch die Kreditkarten und die dazugehörigen Kosten nicht unterschätzen.

Vergleiche:

  • Kostet die Zahlungskarte eine monatliche Gebühr?
  • Wie viel kosten Bargeldabhebungen?
  • Kannst du Zweit- oder Partnerkarten bestellen und wie viel kostet es?
  • Welcher Kartenanbieter steht dahinter? Zu den gängigen Debitkarten und Kreditkarten gehören Visa, American Express oder Mastercard. Die Akzeptanz kann kann voneinander abweichen. Eventuell werden bestimmte Kreditkarten von deinen Lieferanten und Geschäftspartnern nicht akzeptiert.

Beleglose und beleghafte Buchungen – was sind die Unterschiede?

Als Buchung zählt in den meisten Fällen jede Transaktion auf deinem Geschäftskonto. Wenn deine Kunden dir Geld überweisen oder du deine Lieferanten per Überweisung bezahlst – jeder einzelne Posten ist eine Buchung. Oftmals gehören zu einem Konto eine bestimmte Anzahl an kostenfreien Buchungen pro Monat. Bei der Wahl deines zukünftigen Geschäftskontos solltest du also grob einschätzen, wie viele Buchungen in deinem Unternehmen pro Monat anfallen werden. Bedenke auch, dass durch Wachstum es schnell zu mehr Buchungen kommen kann. Zwar berechnen die Banken meist nur sehr geringe Beträge pro Buchung, jedoch kann sich dies schnell summieren, wenn du hunderte von Buchungen pro Monat hast.

Weiterhin unterscheiden die Banken zwischen beleglosen und beleghaften Buchungen. Alle Buchungen, bei denen ein Mitarbeiter der Bank sich um einen Vorfall kümmern muss, oder die auf Papier eingereicht werden, zählen zu den beleghaften Buchungen. Dies können zum Beispiel folgende Dinge sein:

  • Überweisungsträger
  • Schecks
  • Bargeldeinzahlungen

Im Gegensatz dazu zählen zu den beleglosen Buchungen alle Vorgänge, die nicht mehr manuell bearbeitet werden müssen. Dies sind beispielsweise:

  • Überweisungen, die du per Internet- oder Mobile-Banking tätigst
  • Daueraufträge, die du online einrichtest
  • Elektronische Monatsabrechnungen und Kontoauszüge

Banken berechnen ihren Kunden vor allem die beleghaften Buchungen. Hier kann es zu sehr großen Unterschieden kommen, denn viele Banken wollen inzwischen unter allen Umständen den Aufwand, den diese Buchungen mit sich bringen, vermeiden. Einige Banken berechnen dir bis zu 10 Euro für eine einzelne Überweisung in Papierform oder eine Bargeldeinzahlung. Solltest du auf diese Form der Interaktion mit deiner zukünftigen Bank angewiesen sein, dann achte auf jeden Fall darauf, dass dir hier keine allzu hohen Kosten entstehen.

Doch auch bei den beleglosen Buchungen gibt es Unterschiede. Bei einigen Konten gibt es eine bestimmte Anzahl an kostenlosen Buchungen pro Monat, beispielsweise 50 oder 500. Bei anderen Konten hingegen fallen ab der ersten Buchung bereits Kosten an. Darüber hinaus variiert auch die Höhe der Buchungsgebühr. Einige Banken berechnen pro beleglose Buchung einen bis fünf Cent, im Extremfall können jedoch auch bis zu 40 Cent pro Buchung anfallen. Du solltest also ungefähr abschätzen, wie viele Buchungen in welcher Form pro Monat anfallen und dies in Betracht ziehen, wenn du einen Geschäftskonto-Vergleich durchführst.

Wege zum Online-Banking – Web oder App

Ein Konto, das speziell für Unternehmen ausgelegt ist, bietet häufig auch einige Extras. Unterschiede gibt es zum Beispiel auch bei den Varianten, wie du auf dein Konto zugreifen kannst.

  • Internet-Banking ist inzwischen ein Standard, der von faktisch allen Banken angeboten wird.
  • Eine mobile Banking-App, mit der du dein Smartphone für Bankgeschäfte nutzen kannst, ist hingegen nicht immer verfügbar.

Außerdem lohnt es sich hier, den Leistungsumfang genau zu prüfen. Einige Banken bieten bei ihrer App alle Funktionen des Online-Bankings an, bei anderen kannst du ausschließlich Informationen abrufen. Teilweise ist es sogar möglich, Kredite via Smartphone zu beantragen.

Wenn du viel unterwegs bist und deine Bankgeschäfte mit dem Smartphone erledigen möchtest, dann solltest du eine Bank wählen, die dir diese mobilen Möglichkeiten bietet. Auch das Banking via Telefon wird inzwischen nicht mehr von allen Banken angeboten, da dieses personalintensiv ist. Möchtest du diese Form des Bankings nutzen, dann solltest du bei Banken explizit darauf achten, dass dieser Service kostengünstig verfügbar ist.

Bietet das Geschäftskonto Buchhaltungsfeatures?

Ebenfalls gibt es weitere Zusatzfunktionen, die ganz unterschiedlich ausfallen können. Bei einigen Geschäftskonten kannst du die Transaktionshistorie zum Beispiel als CSV-Datei exportieren. Dies ist praktisch, wenn deine Buchführung mit solchen Daten kompatibel ist. Informationen lassen sich direkt einlesen, ohne dass du manuell die Informationen von den Kontoauszügen in die Buchführung übertragen musst.

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